VEREINBARKEIT VON PRAXIS UND FAMILIE: 10 TIPPS, DAMIT ES GELINGT

Der Wunsch, den Beruf und das Privatleben besser zu vereinbaren, wird immer größer. Denn in der Realität kommt meistens eins von beiden zu kurz. Laut einer Studie der apoBank (Deutsche Apotheker- und Ärztebank, „Inside Heilberufe II“) ist 94% der befragten Zahnärzten/innen das Familienleben inkl. einer Partnerschaft sehr wichtig. Work-Life-Balance ist hier das entscheidende Stichwort: ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Privatleben, unabhängig ob es die Bereiche Familie, Partnerschaft oder private Interessen betrifft, und der Berufstätigkeit. Genau diese Vereinbarkeit ist die Herausforderung für jede/n Zahnarzt/in, egal ob Praxisinhaber oder Angestellter.

Mit ein paar einfachen Tricks kann man hier eine deutliche Verbesserung erreichen.Probieren Sie es aus, wir wünschen viel Erfolg:

1. Setzen Sie Prioritäten.

Werden Sie sich über Ihre wichtigsten Prioritäten im Klaren. Fragen Sie sich: „Wenn ich mich nur auf eine Sache im Leben konzentrieren dürfte, welche sollte das sein?“ Ihre Antwort darauf entspricht Ihrer ersten Priorität. Identifizieren Sie dann vier weitere und schreiben Sie sie auf.

2. Dokumentieren Sie Ihre Zeiten.

Halten Sie für eine Woche schriftlich fest, womit Sie Ihre Zeit verbringen. Markieren Sie danach alle beruflichen und privaten Zeitfresser. Anschließend priorisieren Sie diese und streichen die unwichtigsten Zeitfresser einfach weg.

3. Fokussieren Sie sich.

„Multitasking“ ist in aller Munde, funktioniert aber nicht wirklich. Fokussieren Sie sich möglichst immer nur auf eine Sache, denn nur so werden Sie ihr gerecht.

4. Nutzen Sie Alltagslücken.

Selbst im stressigsten Alltag gibt es Lücken. Sei es während der Mittagspause oder der Busfahrt. Nutzen Sie diese ganz in Ihrem Sinne. Hören Sie währenddessen einen Podcast, lesen Sie etwas oder füllen Sie diese wertvolle Zeit anderweitig mit etwas, das Ihnen wichtig ist.

5. Bring-/Abholgemeinschaften gründen.

Gründen Sie mit anderen Eltern Bring- und Abholgemeinschaften für Ihre Kinder. Gelebte Solidarität unter den Eltern schafft Ihnen, und auch den anderen Beteiligten, mehr Handlungsspielraum und damit wertvolle Zeitfenster.

6. Trennen Sie Praxis & Privates.

Lassen Sie die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben nicht verschwimmen. Bitten Sie Familie und Freunde, Sie nur in äußersten Fällen in der Praxis zu kontaktieren. Umgekehrt empfiehlt es sich, nach Feierabend den beruflichen Alltag auszugrenzen, schalten Sie den Computer aus und Ihr Smartphone gleich mit.

7. Achten Sie auf Ihre Gesundheit.

Pflegen Sie einen gesunden Lebensstil. Schlaf- und Bewegungsmangel sowie ungesunde Ernährung bringen Sie schnell ins Ungleichgewicht. Wer sich schlapp fühlt, kann weder Leistung in der Zahnarztpraxis bringen, noch die Zeit mit der Familie richtig genießen. Gesundheitsvorsorge ist Selbstschutz.

8. Formulieren Sie Bedürfnisse.

Trauen Sie sich, Ihrem Umfeld mitzuteilen, dass Sie mehr Zeit für Familie und Privates benötigen. Am besten machen Sie gleich Vorschläge für ein besseres Zeitmanagement, von dem alle profitieren. Lernen Sie auch, öfter mal "nein" zu sagen.

9. Vereinfachen Sie den Arbeitsalltag.

Mehr Zeit für die Patienten zu haben ist für jede Praxis ein hohes Ziel. Überlegen Sie, welche Prozess-Schritte im Alltag eliminiert, verkürzt oder mittels neuer Technik oder Techniken optimiert und so neue Zeitressourcen gehoben werden können.

10. Nobody is perfect.

Verabschieden Sie sich von Ihrem Perfektionismus. Der Anspruch, alles hundertprozentig zu erledigen, liegt einem oftmals im Blut. Doch es gibt immer auch Dinge, wo man mit ein wenig „Mut zur Lücke“ besser durchs Leben kommt.

Weitere Tipps finden Sie unter:

ZM Online - Praxis und privatleben sind klar getrennt